Musikdokumentationsstelle
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Ulrich Gabriel
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Ulrich Gabriel - Diskographie |
| Genauere Angaben und Bestellmöglichkeiten der Tonträger von und mit Ulrich Gabriel sowie Kinderlieder auf der Homepage http://www.unartproduktion.at |
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| CD 1 der wagen rollt lieder und widerstandslieder aus der zeit des nationalsozialismus mit kommentar spielbodenchor dornbirn mit dem programm "der wagen rollt" werden die wurzeln und die psychologische wirkung des gemeinschaftsgesanges im dienste der ns-politik kritisch beleuchtet. ein mittelschulliederbuch des jahres 1925, das allgemeine deutsche kommersbuch des jahres 1929 und das bdm-liederbuch sind die ausgewählten liedsammlungen, die den ersten teil des programmes ausmachen. den rahmen bildet das lied "hoch auf dem gelben wagen", das damals gesungen wurde und heute gesungen wird. es wäre falsch, daraus den schluss zu ziehen, dass alle lieder, die von den nazis bewusst ausgewählt und benutzt wurden, auch nazilieder sind. mit dem programm soll vielmehr der hinweis gegeben werden, dass lieder wie länder "besetzt" werden können. die volksweisheit "wo man singt, da lass dich nieder, böse menschen haben keine lieder" wird damit bewusst ins zwielicht gerückt. nicht nur der text, sondern auch der kontext des gebrauchs macht die wertung aus. die suggestive kraft des liedes, des gemeinschaftsgesanges wie der musik überhaupt kann für jeden zweck benutzt werden. die nationalsozialisten haben das für ihre politischen ziele ausgenützt. in den persönlichen berichten der zeitzeugen ist die grosse bedeutung des gemeinschaftsgesanges am ehesten zu ermessen. der zweite teil des programmes beeinhaltet die (heute) bekanntesten widerstandslieder aus dieser zeit. die "moorsoldaten", "bella ciao" oder das "dachaulied" sind heute zum inbegriff des politischen widerstandes im faschismus geworden. mit den zwischen den lieder gesprochenen kommentaren werden zusätzlich informationen zur entstehung und bedeutung der lieder gegeben.
live-aufnahme des öffentlichen konzertes vom 29. mai 1988 im
orf studio dornbirn
sprecherin und sprecher: jutta rinner, franz paul hammling
teil 1: die grundlagen im lied |
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| CD 2 das recht auf faulheit ein "lafargue-laboratorium" mit texten, liedern, hymnen und arbeiterchören für und gegen arbeit spielbodenchor dornbirn die cd ist ein live-mitschnitt einer öffentlichen aufführung im orf-studio dornbirn in kooperation mit dem orf vorarlberg. leitfaden des stückes ist der 1883 von paul lafargue verfasste essay "das recht auf faulheit". der text wird in collageförmiger zusammenstellung von hymnen, arbeiterliedern und volksliedern unterbrochen oder umrahmt. die chorsätze konterkarieren, unterstreichen, kommentieren den text oder bringen die stimme des einfachen volkes zu gehör. der text paul lafargues ist voller polemik und satire und zeigt radikales soziales engagement. mit unverhohlener schärfe und mit frontaler klarheit stellt lafargue den arbeitbegriff der religionen, des bürgertums, der marxisten und sozialisten in frage, geißelt dabei gleichzeitig die "naive" arbeiterschaft und ihre führer und prangert die untugenden des zügellosen unternehmertums an.
live-aufnahme des öffentlichen konzertes vom 31. oktober 1996
im orf studio dornbirn text: paul lafargue: das recht auf faulheit
(1883)
teil 1: ein verderbliches dogma
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| CD 3 fremd sein ist ein witz aleatorisches chorspiel mit publikum zum thema "fremd" spielbodenchor dornbirn Aleatorisches (vom Zufall gelenktes) Chorstück zum Thema "fremd" für 36 Spielkarten, 36 fremde Speisen und Getränke, 36 fremde Bilder (Dia), 36 Lieder, Texte und Kurzszenen und gemischten Chor. Mittels Zufallsverfahren (Karten mischen) werden die Begriffe "fremd, fremd sein, Fremde ..." gesanglich, spielerisch, bildlich und aktionistisch ausgelotet und dabei inhaltlich vielfach assoziiert und interpretiert. Beim Betreten des Saales erhalten die BesucherInnen eine Spielkarte, die gleichzeitig Platzkarte ist. Die Tischnachbarn kommen also über den Zufall zustande. Anschließend wird das Kartenspiel öffentlich gemischt. Jede nun gezogene Spielkarte löst jedes Mal einen Tisch, ein fremdes Dia, ein fremdes Text- oder Musikstück und eine fremde Speise aus. Wird die Karte aufgerufen, so rufen die am entsprechenden Tisch sitzenden (zueinander fremden) Personen den Namen der Speise laut zurück, entzünden eine Kerze am Tisch und dürfen zum fremden Dia und zur fremden Chordarbietung die fremde Speise verzehren. Die vorliegende CD-Aufnahme ist ein Live-Mitschnitt der Aufführung im Gössersaal Bregenz in der Reihefolge des dort gemischten Kartenspiels. "Fremd sein ist ein Witz" wurde vom Spielbodenchor zwischen 1990 und 1995 in Graz, Salzburg und mehrfach in Vorarlberg, u. a. im Rahmen des Landesprojekts "KultUrsprünge" aufgeführt. Für die Initiative "Land der Menschen" wurde 2001 das Programm erneut wieder auf genommen und in Bizau (ORF-Aufnahme und Sendung), Bregenz (CD-Aufnahme) , Bludenz, Lindau, St. Arbogast und am Spielboden aufgeführt.
"Der Abend beginnt mit einer Jasskarte. Deren Motiv entscheidet
über Tisch und Tischnachbarn. Wer "fremdelt", soll halt
tauschen, rät Spiel- und Chorleiter Ulrich Gabriel, "das wird
aber mühsam". Wer bleibt, darf sich 36 Lieder und Texte lang
mit Fremden und Fremdem auseinander setzen. Auch die Liederfolge
bestimmt der Zufall. Karten werden gemischt und gezogen. Jeder
Jasskarte ist ein Lied, Text oder Dia aus fremden Landen
zugeeignet. ... 36-mal muss der Chor spontan auf Publikumszuruf
reagieren. Die Letzten gehen nach Mitternacht. Man ist sich
längst nicht mehr fremd. Übrigens, das Jassen hat seine
Wurzeln im Orient."
Live-Mitschnitt des öffentlichen Veranstaltung im Rahmen der
Aktion "Land der Menschen" vom Freitag, 23. März 2001 in
Bregenz, Gössersaal.
Live-Mitschnitt der Aufführung im Gössersaal Bregenz vom
23. März 2001:
36 "fremde" Speisen oder Getränke |
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| CD 4 33 lieder / gesang in vorarlberg spielbodenchor live im schlossbräusaal vollständige aufführung des gleichnamigen liederbuches der "kultursprünge", ein landeskulturprojekt 1992 bis 1994 "zwischen fremd und heimisch". geschichtliche und gegenwärtige kulturelle präsentation vorarlbergs als einwanderungsland an hand des bestehenden liedgutes. präsentiert werden alte und neuere lieder in neuen chorarrangements von gerold amann, rolf aberer und ulrich gabriel nahezu aller im lauf der geschichte eingewanderten volksgruppen vertreten. darüber hinaus enthalten buch und cd mundartlieder der vorarlberger liedermacher der letzten 20 jahre und regional - musikgeschichtlich bedeutsame lieder. die liveaufnahme dokumentiert ein letztes mal die atmosphäre des alten schlossbräusaales, der leider zur schmocken biervilla umgebaut wurde und damit jegliches flair und seine berühmte akustik verloren hat.
live-aufnahme des öffentlichen konzertes vom 2. juni und 25.
oktober 1994 im bewirteten schlossbräusaal
programm: |
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| CD 5 lockeres singen live 25 jahre brg dornbirn schoren, 20 jahre schulchor die cd ist ein live-mitschnitt einer öffentlichen aufführung aus dem jahr 1997 im schlossbräusaal dornbirn, der inzwischen zur schmocken biervilla umgebaut wurde und damit jegliches flair und seine berühmte akustik verloren hat. mitwirkende sind 26 schülerinnen des schulchores 1997 und 33 ehemalige mitglieder des schulchores 1975 – 1996 und das saalpublikum. im anschluss an die live aufnahme enthält die cd drei studio- aufnahmen des schulchores aus dem jahr 1975. die cd enthält ein 10-seitiges booklet mit allen liedtexten.
live-aufnahme des öffentlichen konzertes vom freitag,
25. april 1997 im schlossbräusaal dornbirn
die lieder:
anhang: |
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| Vorallemberg »Vor allem Berg, vor allem Wänd, vor allem, dass de jeda kennt«. In den elf Mundartliedern mischt sich melancholische Daseinsskepsis mit Poesie und Nonkonformismus. Die Lieder: Vorallemberg, Usor Dorf, Mir muononds doch bloß guot mit dir, He Du, A Subluomo blüht im Tulpobett, I will me varkrücho, Wart doch wart, Die alt Frou, Do Mo trinkt bloach ossom Bach, Ich kam, ich weiss nicht woher. CD-Booklet mit allen Texten. Text/Klavier/Gesang: Ulrich Gabriel. Musikalische Arrangements: Rolf Aberer. unartproduktion 1986, neuproduktion als cd: 2000. |
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| Von Stadt zu
Stadt Ein vokales Klangbild aus 100 Jahren Stadtgeschichte von Ulrich Gabriel.18 Dornbirner Chöre auf dem Marktplatz. Dokumentation der Aufführung vom 20. September 2001. Die CD ist die vollständige Wiedergabe der einzigen Aufführung des anlässlich der 100-Jahrfeier der Stadt Dornbirn geschaffenen Stückes. Die Aufnahme gibt das originale Klangbild der Freilichtaufführung samt witterungsbedingten Beeinträchtigungen und Nebengeräuschen lebendig und ungekürzt wieder. Inhalt: DornbirnerInnen erzählen, Zju hu di ria, As goht mir numma us om Sionn, In Dornbirn ist alles modern, Tausend Blütenbäume steh'n, Übrom Stoufo flügond d'Briemo, Komm mir gond ga wandora, I bins an Italiano, Ihr griena Berg im Hoamatland, O Hoamatle, I Muetters Stübele; Hoala, hoala Kälblisdreack; Anna, drei Pfanna; Du nimmscht de Bettelsack, Wohin auch das Auge blicket (Die Moorsoldaten), Komm mir gond ga wandora; Dui, dui, dui, dui; Morgens ziehen die Kolonnen, Do Mo trinkt bloach ossom Bach, Hoala, hoala Kälblisdreack; Nid lugg lo, nid lugg lo; In da Mölltalleitn; Tin tin, tinimini hanim; Feuerstein und Fussenegger; So schön, schön war die Zeit; Klock a d'Biro Dorobirar; Zwüschot Möckle und dor Mürzel; Zju hu di ria; Müsle, gang ga schlofa. Mitwirkende: 5 DornbirnerInnen, interviewt von Martin Gruber (Regie); Rüdiger Hentzschel, Jan Erik Rippmann (Sprecher); Ulrich Gabriel (Klavier); Harry Scheffknecht (Sax), Herbert Mayer (Akk); 600 SängerInnen aus 18 Dornbirner Chören. Musikalische Leitung: Rudolf Berchtel. Herausgeber: Plattform Dornbirner Chöre in Kooperation mit ORFund unartproduktion 2001. |
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